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Was so nicht in der Presse stand (6)

Die Zusammenarbeit mit dem MAD

Durch die Verbindung des Franco A. mit dem Behördlerchat und somit mit André S. und der Tatsache, dass er ein freiverkäufliches UNITER Patch hatte, führte die ermittelnden Behörden zu André S. Da er als militärischer Angehöriger und gleichzeitig ein Mitglied im Vorstand des Netzwerkes war, war er der ideale Ansprechpartner. Es gab also zwei sachliche Grundfragen der ermittelnden Behörden: War Franco A. Mitglied bei UNITER und wenn ja, gibt es vermehrt solche Absichten und Weltbilder im Verein?  Logische und berechtigte Fragen einer nüchternen Ermittlung.

Zügig konnten beide Fragen mit Nein beantwortet und auch bewiesen werden, da jedes Mitglied in einer offline Datenbank gespeichert wird. Hier gab es keine Daten über ihn. Synonyme gibt es auch nicht, da jedes Mitglied mit Passfoto hinterlegt ist. Bei jedem Mitglied werden die Beiträge jährlich mittels Lastschrifteinzug eingezogen, diese Daten und diese Daten/Geldflüsse lassen sich nicht und niemals entfernen, da nur die Bank alle Daten verwaltet und auch gesetzlich verpflichtet ist, diese aufzubewahren.  Franco A. hatte auch keinen Ausweis oder eine Mitgliedsurkunde.

Erkennungszeichen und Merchandise Artikel können bei UNITER über einen ausgelagerten Shop erworben werden. Die Marke UNITER ist nicht nur für die Mitglieder gedacht, sondern soll auch als Bekenntnis für Kameradschaft, Zivilcourage und Hilfsbereitschaft sein. Die den Mitgliedern vorbehaltenen Artikel können nur durch die Vorlage des Mitgliedsausweises  inkl.  Mitgliedsnummer und Bestätigung durch das Backoffice erworben werden. Diese hatte Franko A. nicht. Deshalb hatte er einen freiverkäuflichen Patch und keinen „MEMBER PATCH“.

Die Frage 2, was die Gesinnung und das Weltbild anging, war ebenso schnell vom Tisch, da der Verein nicht nur mehrere Hunderte sicherheitsüberprüfte Mitglieder aus den Behörden hatte, sondern darunter auch etliche Dienste, welche für ihren Dienstherrn sozusagen mitberichteten, was im Netzwerk geschieht. Völlig normal und verständlich bei der hohen Anzahl an Fachkräften und Potenzial. Jede größere Organisation, hat immer einen gewissen Prozentsatz an „Augen“ um ein sauberes Lagebild für den Staat zu haben. Dies wissen auch alle Vorstände und dies ist auch gut so.

Zusätzlich besteht der Verein aus etlichen Ethnien und Religionsgemeinschaften, sowohl Christen, Juden und Muslime, selbst Buddhisten sind Mitglied und Unterstützer. Eine Gemeinschaft unabhängig der Herkunft aufgrund gemeinsamer Ziele und Interessen ist vor allen bei der Sicherheitsbranche nicht nur selbstverständlich, sondern auch überlebenswichtig. Wer hier als „Rechter Spinner“ unterwegs ist, hat es im nationalen und internationalen Rahmen nicht nur sehr schwer Fuß zu fassen, sondern ist auch bei allen Arbeitgebern verbrannt.

Lesen Sie in Teil 7: Der „Verrat“ des MAD

(Fortsetzung folgt)