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Manipulationstechniken (Teil 3)

Hier noch abschließend eine weitere Auswahl von angewendeten Manipulationstechniken. Wahrscheinlich ließe sich die Aufzählung noch fortsetzen, aber an dieser Stelle möchten wir die Geduld nicht strapazieren. Die dazugehörigen Quellen haben wir gesichert.

 

Arbeiten mit Hashtags:

Oftmals wurden Texte von den Autoren selbst in den sozialen Netzwerken geteilt. Wenn im eigentlichen Text vom rechten Netzwerk gesprochen wurde, fanden sich in den Hashtags wie „Rechtsterrorismus“ und „Nazisraus“. Die Posts erfuhren dadurch ein zusätzliches Priming. Unter den Retweets fanden sich einige Politiker, die nur auf die Hashtags reagiert haben und die Inhalte nicht selbst geprüft haben.

 

Priming Effekt:

Es werden bewusst Vorinformationen gestreut, um bestimmte Assoziationen hervorzurufen. Die ständige Unterstellung, es handele sich bei dem per Satzung unpolitischen Verein um ein „rechtes Netzwerk“ weist jeder weiteren Information eine Bedeutung zu. So geschehen beim Spiegel, der nachweislich nicht selbst recherchierte.

Autoritätstrick :

Ein Großteil der Bevölkerung erkennt Autoritäten an. Ob es tatsächlich ein Fachmann ist, spielt dabei nur nebensächlich eine Rolle. Der Zuschauer/Leser lässt sich erst einmal blenden durch einen Titel / Status und optische Seriosität. Sachverhalte konnten so durch „neutrale“ Fachleute „wertfrei“ den Zuschauer erklärt werden. Hier vor allem die Punkte der taktischen Ausbildung konnten nun als besonders, als dämonisch und gefährlich dargestellt werden. Der Zuschauer, der sich nicht auskennt, vertraut dem“ Fachmann“ und hinterfragt nichts. Jede Person aus der Sicherheitsbranche hingegen wird sich an den Kopf fassen, weil es hier um alltägliche Dinge im Business geht. Tausende Firmen und Einzelpersonen bilden diese Dinge aus, trainieren sie und viele Angebote sind sogar bei Firmen wie Jochen Schweizer als Geschenkgutschein via Internet und an jeder Drogeriemarktkasse erhältlich.

 

Emotionen statt Fakten:

Ängste und Entrüstung werden hervorgerufen durch Entmenschlichung des Opfers und Steigerung der Gefahr durch Übertreibungen und zweideutiges Wording. Ein Journalist für den Monitor beschrieb in seinem Filmbericht, wie es ihm höchst dramatisch gelang, ein Gespräch mit UNITER Vertretern zu führen, stattdessen haben wir ihn per Mail angesprochen und ihm Interviews angeboten. Dem Mediennutzer wird suggestiv in ein Denkmuster gedrängt. Wenn man keine Fakten hat, muss man mehr auf die Gefühlsebene eingehen, um die Entscheidungen herbeizuführen. Es werden keine Alternativen zugelassen. Einseitiges Informieren und den Opfern nicht die Möglichkeit zu geben selbst zu argumentieren kann, sorgt wie in unseren Beispielen für ein absolutes Chancenungleichgewicht.

Wiederholungstechnik:

Dies ist das stärkste Manipulationsmittel. Dabei spielt es keine Rolle, ob es wahr ist oder nicht. Eine Sache muss nur oft genug wiederholt werden, um sich einzuprägen, dann hält es jeder für wahrscheinlicher. Mit der Zahl der Wiederholungen einer Behauptung wächst die Bereitschaft beim Empfänger (Leser), diese zu akzeptieren. Mittels Herdenmentalität akzeptieren dann auch Zweifler oder Unentschlossene die vorgegaukelte Wahrheit, nach dem Motto: „Wenn es alle sagen muss es ja stimmen“. Über mindestens drei Jahre wurde in einigen Medien die Behauptung wiederholt, es handele sich bei UNITER um ein rechtes Netzwerk (zwischenzeitlich „rechtsextremistisch“ und sogar schon „rechtsterroristisch“, aber jetzt wieder in der abgeschwächten Form). Normalerweise gilt die journalistische Gepflogenheit, dass man für eine aufgebrachte Behauptung innerhalb eines Jahres Beweise liefern muss, insofern mehren sich nun doch die Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Geschichte.

Unterschwellige Drohungen:

Um das Medienopfer zu isolieren sorgt man zeitgleich für Spaltungen. Innerhalb der homogenen Gruppe werden Zukunftsängste geschürt oder auch durch Journalisten bewusst angesprochen und parallel findet eine Ächtung im Umfeld des Opfers statt. Niemand möchte in der Öffentlichkeit etwas mit dem Verein zu tun haben, um nicht selbst in den Fokus der Berichterstattung zu geraten. Gezielt wurden Mitglieder angeschrieben oder zuhause bzw. am Arbeitsplatz aufgesucht und zum Ausritt gebracht.

Im nächsten Teil (18) geht es um einen Appell