Category :

Nun kommen wir mal zu ein paar Beispielen damit der geneigte Leser sich etwas darunter vorstellen kann, was der Verein und seine Mitglieder in den letzten zwei Jahren erdulden durften.

Beispiel 1: Ein Journalist vom Stern, Hans-Martin Tillack, hatte sich letzten Sommer zu einem Hintergrundgespräch mit Mitgliedern getroffen. Vor Ort stellten sich fünf Mitglieder den Fragen des Journalisten. Darunter ein Deutscher, ein Türke, ein Syrer, ein Israeli und ein Grieche. Was sich vielleicht wie der Beginn eines Witzes anhört, war nur ein kleiner Auszug aus dem Kölner SRT (Security Round Table). Bei dem Gespräch gab er sich verständlich, er versprach Aufklärung und Transparenz… Was kam raus? Dieselben, schon längst von der Bundesregierung widerlegten, Behauptungen über rechte Umtriebe, die Schattenarmee und andere Verschwörungstheorien.

Selbstverständlich wissen wir, dass auch die politisch/kommerziell motivierten Journalisten von etwas leben müssen. Die Verlage schließen oder werden aufgekauft, die Auflagenzahlen sinken, der Kampf um die Aufmerksamkeit wird unerbittlich. Dass man da etwas Fantasie einfließen lässt, ist völlig menschlich. Aber um gezielt berufliche Existenzen zu ruinieren?

Beispiel 2: Ein Tagesschau/Kontraste Bericht über den Philippinen Einsatz im Sommer 2019. Der Journalist befragt den 1. Vorsitzenden des Vereins, was er von dem Einsatz und der allgemeinen Berichterstattung hielt.

Antwort 1. Vorsitzender: „Wir waren nicht für die Polizei da, dass diese bei den Ausbildungen für die Rettungskräfte mit anwesend waren, konnten wir nicht wissen, vielleicht etwas unglücklich, aber daraus den humanitären Einsatz als Ganzes zu diffamieren, ist völliger Blödsinn.“

Ergebnis, das veröffentlicht wurde: „Es war nicht unsere Intension, die Polizei auszubilden, damit sie diese widerwärtige Arbeit noch besser ausführen können. Das war weder geplant noch abgemacht. Das hat sich vor Ort so entwickelt. Das ist, weiß ich nicht, vielleicht auch unglücklich.“

Das schriftliche Zitat wurde so erstellt als komme es einem Geständnis gleich. Ein Hilfseinsatz, welcher von medizinischen Kräften auf eigene Gefahr, durch eigenes Geld und im eigenen Jahresurlaub erfolgreich absolviert wurde, wird zu einer gesetzlosen Killerausbildung gedreht – wie krank ist das bitteschön?

Beispiel 3: T-Online Interview mit lokalen Mitgliedern aus Norddeutschland. Ein bunter Haufen von Mitgliedern, welche Klarheit schaffen wollte, stellt sich der Kamera. Man gab sich objektiv und völlig wertneutral. Ich, der selbst mittels Skype zugeschaltet war hörte zu und beantwortete später selbst einige Fragen. Soweit so gut. Was wurde daraus gemacht?

  • Kameraeinstellung und Sequenzen wurden so überspitzt zugeschnitten, dass die dortigen Akteure sich kaum wiedererkennen konnten, wenn sie nicht wüssten dass sie es waren. Düster, geheimnisvoll, immer mit Zoom auf Tattoos oder Ringe, Nahaufnahmen von hinten auf die Wenigen mit einer (Halb-)Glatze aufgrund des Alters/Haarausfalls.
  • Warum wurde nicht vom muslimischen Mitglied berichtet, der anwesend war, der über seine Erfahrungen. Wäre dies nicht mal interessant im Kontext zu den Vorwürfen eines rechten Netzwerks?
  • Alle Fragen wurden in rein provokative Richtungen gelenkt mit teilweise suggestiven Methoden um (Teil-)Aussagen zu bekommen, welche man später „besser“ verarbeiten könne.
  • Nach insgesamt fünf Stunden Gespräch hatte man aus jedem Beteiligten, die zum ersten Mal überhaupt vor der Kamera standen, irgendwann irgendeinen Halbsatz herausgekitzelt, der dem Narrativ entsprach.

Ich könnte an dieser Stelle ein ganzes Telefonbuch vollschreiben. Unsere Presseabteilung und die Lawyersgroup hat jeden einzelnen Artikel (Hunderte nun schon) und die Straftaten, welche damit begangen wurden, fein säuberlich archiviert unter dem Aspekt: Was haben wir gesagt, was wurde daraus gemacht?

In Teil 12 geht es darum, wofür UNITER tatsächlich steht.