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Wir möchten mit einer Artikelfolge unsere Darstellung der Kontroverse um den gemeinnützigen Verein UNITER veröffentlichen. Wir werden dabei auf alle Punkte eingehen, die seitens der Presse und einzelner Politiker „gegen“ uns vorgebracht werden.

Teil 1 – wie alles begann

Der 09.11.2018 ist ein Freitag – ein unvergesslicher Tag. Im Jahr zuvor wurde Franco A. verhaftet und das Prepper Netzwerk „Nordkreuz“ aufgedeckt. Eine junge Reporterin der Tageszeitung (taz) interessierte sich für die Prepperszene, die Überschneidungen zu Reservistenverbänden, dem Kommando Heimatschutz, und sprang mit dem gängigen Narrativ darauf an. Im Zuge der Ermittlungen des BKA gelangte zunächst der Nickname Hannibal in den Fokus der taz, im April 2018 sogar der Klarname André S. (später teilweise vollständig ausgeschrieben).

Auf eine Anfrage des politisch einschlägigen Printmediums reagierte der damals noch aktive KSK-Soldat mit einer Ablehnung und dem Verweis auf die Zuständigkeit des MAD für derartige Fragen. Bezug nahm die Anfrage auf rechtsextrem ausgerichtete Teile der Prepperszene und die bereits veröffentlichte Tätigkeit als Auskunftsperson des MAD, um extremistische Umtriebe aufzudecken. Dazu durfte er sich nicht äußern und meldete den Kontaktversuch dem zuständigen Ansprechpartner beim MAD. Im Plenarprotokoll des Deutschen Bundestags 19/82 wurde öffentlich zweifelsfrei erklärt: „André S. selbst ist auch keine Verdachtsperson des MAD im Hinblick auf rechtsextreme Bestrebungen.“

Bereits im Sommer 2018 unternahmen Vertreter des Vereins in Berlin den ersten Versuch zu einem klärenden Gespräch mit der taz, um zu einer transparenten und offenen Darstellung der Vorgänge zu gelangen, weitere Gespräche folgten. Es ist zweifelsfrei belegbar, dass Franco A. kein Mitglied von UNITER war und dass es keine Verbindungen von UNITER zu „Nordkreuz“ gibt. Dies wurde schrittweise auch durch behördliche Ermittlungen offiziell bestätigt und als Antworten der Bundesregierung auf Kleine Anfragen veröffentlicht.

Der Verein zeigte sich in jeder Richtung kooperativ und gab allen Anfragen Auskunft. Also alles geklärt? – nein, mit dem 09.11.2018 begann eine Story, die andere konstruierten. Diese Konstruktion aufzudecken, wird in den folgenden Beiträgen unser Anliegen sein. Wir hoffen, dass die Wahrheit, so langweilig sie auch manchmal sein kann, langsam wieder die Oberhand gewinnt und wir zu einer Deeskalation des Konflikts beitragen können.

(Fortsetzung folgt)