Presse

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Pressemappe

Der gemeinnützige Verein UNITER ist ein Netzwerk von ehrenamtlichen Mitgliedern, die dem Grundgesetz, den Menschenrechten und dem Frieden verpflichtet sind.  Was zunächst als Zusammenschluss von aktiven oder ehemaligen Angehörigen von Spezialeinheiten aus Bund, Ländern und der Polizei entstand, ist heute ein Netzwerk für Menschen auch außerhalb dieser Spezialisierungen. Mitglieder von UNITER finden sich sowohl in der Wissenschaft, dem privaten Sicherheitsbereich, als auch unter Ärzten, Anwälten, Handwerkern oder im Sport.

UNITER schließt niemanden aufgrund seiner Abstammung, Religion oder seiner politischen Ausrichtung aus. Diskriminierung und radikale Ansichten haben bei UNITER keinen Platz. Getreu unseres Namens UNITER, aus dem Lateinischen für: in eins verbunden, stehen sozialer Zusammenhalt und Teamgeist bei uns an erster Stelle, wie wir auch zum Schutz unserer Mitglieder größten Wert auf Diskretion legen und durch ein Stufenmodell sichern können. Eine Verbindung in einem bedeutet nicht nur ein ausgedehntes Netzwerk, sondern bietet jedem einzelnen Mitglied Sicherheit für Leben, Bildung und Entwicklung.

UNITER möchte jedem einzelnen Mitglied Orientierung in allen Lebenslagen geben. Wir beraten nach Ende der Dienstzeit, nach langen Auslandsaufenthalten oder beim wunschgemäßen Wechsel der Branche. Außerdem beraten wir bei der beruflichen Entwicklung und unterstützen unsere Mitglieder bei der Jobsuche mit einer eigenen Jobbörse.

UNITER fördert den Erfahrungsaustausch und versucht, die passenden Leute in einen Dialog zu bringen. Wir wollen uns in der Gemeinschaft gegenseitig helfen, Sachverhalte zu verstehen, da viele Informationen allzu schnell missverstanden werden. Wir bieten interne Seminare und Schulungen in unterschiedlichsten Bereichen an und lassen dabei ausgewiesene Experten zu Wort kommen. Das Lernen aus erster Hand geschieht oftmals auf unseren regelmäßigen Distrikt-Treffen in angenehmer und persönlicher Atmosphäre oder in separaten Kursterminen.

UNITER lebt vom Engagement jedes einzelnen Mitglieds. Jeder der Willens ist und die entsprechende Eignung vorweisen kann, übernimmt ein Ehrenamt innerhalb des Netzwerks. Um dies entsprechend würdigen zu können werden durch UNITER Urkunden, aber auch Orden und Leistungsabzeichen vergeben.

UNITER verfügt über eine hohe Dichte an Spezialisten und berät in Sicherheitsfragen, erstellt Sicherheitskonzepte und pflegt gute Kontakte zur Sicherheitsbranche, zu Bereichen der Wirtschaft und den Behörden. Produkttests und Analysen unter realen Bedingungen ermöglichen wertvolle Feedbacks an die Partnerfirmen. Zukunftsorientiert arbeitet UNITER am Aufbau einer Medical Response Unit, die Trainings und Seminare in einem eigenen Ausbildungszentrum anbieten wird.

Wir handeln für unsere Mitglieder, für das Gemeinwohl und eine bessere Gesellschaft. UNITER steht ein für die Wahrung des Friedens, die Einhaltung der Menschenrechte und das deutsche Grundgesetz. Dieser Teil unserer Philosophie lässt keinen Raum für anderslautende Interpretationen. UNITER distanziert sich klar von jeder Art von Extremismus und unterstützt keine verbotenen oder extremistischen Organisationen. Wir leben unsere Leitgedanken und schaffen durch unser Netzwerk eine tragfähige Struktur gegenseitiger Hilfestellung abseits aller parteipolitischen Überlegungen. Unabhängig von nationalen Grenzen ist es das Ziel von UNITER, ein besseres gesellschaftliches Zusammenleben zu fördern.

UNITER ist ein Netzwerk in der Rechtsform eines Vereins. Formal gibt es dazu eine ausführliche Satzung sowie die Kassenberichte, ständige Prüfungen durch den Steuerberater, das Finanzamt und in Bezug auf die Gemeinnützigkeit. Es gibt einen Vorstand, ein Präsidium, ein Kuratorium, Wahlen, verschiedene Departments und insgesamt aktuell rund 2000 Mitglieder. Dazu gibt es die Aufteilungen in Länder und die Unterteilung in Distrikte mit Distriktleitern. Darunter die Security Round Tables (SRT’s).

Abgesehen davon ist es ein lebendiges, pulsierendes Netzwerk, das zwar die gemeinsame Idee anstrebt, sich durch Beiträge für die Sicherheit für Leben, Bildung und Entwicklung für das Gemeinwohl einzusetzen, aber vor allem durch die Kreativität und die Verschiedenheit der Mitglieder lebt. Es gibt keine vorab festgelegte Entwicklung, denn mit jedem Mitglied und seinen besonderen Qualifikationen wächst der Umfang der Projekte, der Kursangebote und Weiterbildungen. Wenn auch nicht jeder alles kann, so können alle gemeinsam etwas bewirken, wenn sie sich in eins verbinden. Daher der Name: UNITER.

Das mag für einige Außenstehende befremdlich wirken, denn der Kern von UNITER geht auf eine Gruppe von Elitesoldaten zurück, die etwas zum Wohle der Gesellschaft tun wollten. Einige noch heute gültige Symbole nehmen darauf Bezug wie das Logo mit dem auf der Spitze stehenden Schwert im Eichenlaub, das vor dem tragenden T steht. Doch längst ist aus dem anfänglichen Bündnis von aktiven oder ehemaligen Angehörigen von Spezialeinheiten aus Bund, Ländern und der Polizei ein Netzwerk für Menschen auch außerhalb dieser Spezialisierungen geworden. Mitglieder von UNITER finden sich sowohl in der Wissenschaft, dem privaten Sicherheitsbereich, als auch unter Ärzten, Anwälten, Handwerkern oder im Sport. Denn der UNITER schließt niemanden aufgrund seiner Abstammung, Religion oder seiner politischen Ausrichtung aus. Diskriminierung und radikale Ansichten haben keinen Platz, da der Verein satzungsgemäß dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und der Charta der Vereinten Nationen verpflichtet ist.

UNITER möchte jedem einzelnen Mitglied Orientierung in allen Lebenslagen geben. So werden Mitglieder nach Ende der Dienstzeit beraten, nach langen Auslandsaufenthalten oder beim wunschgemäßen Wechsel der Branche. Außerdem werden sie bei der beruflichen Entwicklung unterstützt und bei der Jobsuche mit einer eigenen Jobbörse. Und gerade im Falle einer PTBS Erkrankung ist Netzwerk nicht nur ein Wort, sondern ein Anliegen gegenseitiger Hilfestellung. Über den Ethik Kodex wird zudem aktiv eine Veränderung der Arbeitsbedingungen in der Sicherheitsbranche angestrebt. Fairness sowohl bei der Auftragsvergabe als auch Auftragsannahme sollen prägend sein. Der Begriff UNITER soll zu einem Qualitätssiegel in der Sicherheitsbranche werden.

UNITER fördert den Erfahrungsaustausch und versucht, die passenden Leute in einen Dialog zu bringen, hilft sich gegenseitig Sachverhalte zu verstehen. Interne Seminare und Schulungen in unterschiedlichsten Bereichen werden angeboten und ausgewiesene Experten kommen zu Wort. Das Lernen aus erster Hand geschieht oftmals auf regelmäßigen Distrikt-Treffen oder in den SRTs in angenehmer und persönlicher Atmosphäre. Um sowohl aktiven Soldaten als auch spezialisierten Behördenmitgliedern einen vertrauten Rahmen zu schaffen, sind einige Veranstaltungen nur teilöffentlich. Zudem existiert ein Stufenmodell, in dem sich der Einzelne durch sein soziales Engagement bewähren muss. Auf diese Weise wird die Diskretion bewahrt, die für viele Mitglieder nötig ist.

Mission

UNITER verbindet Menschen mit gleichen Werten und Tugenden, ohne Ansehen ihrer Herkunft, ihrer Kultur oder ihres Glaubens. Dadurch sollen in einer weltweiten Gemeinschaft Sicherheit und Stabilität auf der Grundlage von Freiheit, Demokratie, Rechtstaatlichkeit und der Menschenrechte gefördert werden.


Vision

Sicherheit für Leben, Bildung und Entwicklung sowohl in der Gegenwart als auch in der Zukunft

Kernwerte

sind verbindliche Werte, die für jedes Mitglied eine Bedeutung haben sollten:

Kameradschaftlichkeit

  • ein Ehrempfinden für gegenseitige Hilfestellung und Aufrichtigkeit

Ernsthaftigkeit

  • im Handeln Geduld und Hingabe, aber mutiges Eintreten für Gerechtigkeit

Loyalität

  • der Mission UNITERs gegenüber, aber auch bei der Wahrung von Diskretion

Demut

  • sich zum Wohle anderer selbst zurücknehmen und sich beständig verbessern

Toleranz

  •  Andersartigkeiten und Abweichungen gegenüber aufgeschlossen zu sein

Ein Kodex regelt das Verhalten innerhalb des Netzwerks:
Ein UNITER Mitglied respektiert sein Gegenüber wie sich selbst, also ungeachtet der Herkunft, des Bildungsstandes oder der Hautfarbe.
Ein maßvoll bescheidenes Auftreten soll ein Vorbild und Inspiration für andere sein, auch außerhalb des Netzwerks.
Jeder sollte beständig daran arbeiten, sich weiter zu entwickeln und zu verbessern.
Im Handeln zeichnet sich ein Mitglied durch Geduld, Beharrlichkeit und eine gebührende Ernsthaftigkeit aus.
Ein Mitglied tritt mutig für Gerechtigkeit ein, doch mit dem Ziel eine friedliche Lösung herbeizuführen. Aufrichtigkeit ist wesentlicher Teil seines oder ihres Ehrempfindens.
Ein Mitglied verpflichtet sich, über alle Angelegenheiten innerhalb des Netzwerkes, die ihm oder ihr anvertraut werden, Verschwiegenheit zu bewahren. Die Verpflichtung zur Verschwiegenheit besteht auch nach der Beendigung der Mitgliedschaft.
Die Identitäten anderer Mitglieder sollten gewahrt bleiben und auf Anfragen keine Auskünfte über andere gegeben werden, es sei denn, dass diese dies ausdrücklich befürworten.

Das UNITER Logo beinhaltet drei Bestandteile mit Symbolcharakter, die miteinander rein optisch, aber natürlich auch hinsichtlich ihrer Bedeutung verknüpft sind: der Buchstabe T, ein Schwert und das Eichenlaub.

Das T symbolisiert die Schultern und die Wirbelsäule jedes einzelnen Mitgliedes. Die Schultern und die Wirbelsäule, die zum Tragen der Last der Verantwortung für den Schutz unserer Gesellschaft, unserer Familien und von uns selber dienen; der Last der Verantwortung, sich nicht abzuwenden, wenn Unrecht geschieht und sich dem entgegen zu stellen; der Last, nicht wegzuschauen, wenn Hilfe benötigt wird. Nur starke Schultern und eine kräftige Wirbelsäule ermöglichen das dauerhafte Tragen auch größerer Lasten für eine bestimmte Zeit.

Das T steht aber auch für Tugend und Treue. Es führt uns in diesem Zusammenhang die Pflicht vor Augen, nicht Ausflüchte zu machen oder fadenscheinige Begründungen für sein eigenes Handeln gegenüber sich selber oder seinen Mitmenschen zu bringen, um das eigene Gewissen zu beruhigen. Das Wort Tugend ist abgeleitet von taugen; die ursprüngliche Grundbedeutung ist die Tauglichkeit einer Person. Allgemein versteht man unter Tugend eine hervorragende Eigenschaft oder vorbildliche Haltung. Wir verbinden damit die Pflicht, unser Handeln an Vernunft und Gewissen zu orientieren und dabei standhaft und unerschütterlich zu sein. Die Treue symbolisiert zum einen die Treue zu den anderen Mitgliedern, aber auch die Treue zu seiner eigenen Überzeugung.

Das nach unten gerichtete Schwert steht dem Grunde nach für eine schützend ausgerichtete Stärke und Verteidigung, kann jedoch auch als Schwert des Geistes betrachtet werden; als Schwert des Geistes, um Wahrheit und Recht zu erstreiten. Dabei geht es nicht um Unterdrückung und Gewalt. Es ist das Schwert der besseren Argumente und des besseren Beispiels, das Schwert der Toleranz, der Nächstenliebe, der Verzeihung.

Das Eichenlaub führt uns noch einmal die Vertrautheit unter- und die Treue zueinander vor Augen. Diese Bindung führt uns dahin, dass wir auf Basis gegenseitiger Unterstützung unsere positiven Eigenschaften stärken und unser Wissen erweitern können, wenn wir es denn wollen. Dabei geht es u.a. um Eigenschaften wie Demut, Mäßigkeit, Hilfsbereitschaft und den Glauben an unser angestrebtes Ziel.
Das Eichenlaub wirkt sowohl nach innen, indem es Tugend, Treue und Schwert zusammen hält; gleichermaßen wirkt es aber auch nach außen, als Schutz vor äußeren Einflüssen, die uns auf unserem Weg hinderlich sein könnten oder gar eine Gefahr darstellen.

Die noch kleine Medical Response Unit (MRU), angebunden an das Sicherheitsnetzwerk UNITER, schließt eine Lücke zwischen zivilen Rettungskräften und den vor Ort tätigen Sicherheitskräften, wie der Polizei. Im Gegensatz zu spezialisierten Einsatzkräften der Polizei (Beispiel die Cobra in Österreich, die deutsche GSG9 oder die SEK) wird diese Hybrideinheit geschult im taktischen Bewegen im Einsatzgebiet sowie im Erkennen von Gefahrenmomenten. Angestrebt wird, die MRU Kräfte auf verschiedenem Level auszubilden, d.h. in Deutschland auf dem Level, dass sie sich gegen Messer, Steine, Flaschenwürfe sowie Handgreiflichkeiten zur Wehr setzen können und die Verletzten versorgen und bergen können, aber auch auf eine sich verändernde Lage reagieren können. Innerhalb Deutschlands verstehen sich diese spezialisierten, aber unbewaffneten Retter auf die professionelle Leistung von Erster Hilfe als auch auf die Eigensicherung und können mit mehr Robustheit in Lagen operieren, die umschlagen können. So war diese Einheit beispielsweise bereits bei einem Public Viewing auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg im Einsatz, das für die Fans der deutschen Nationalmannschaft zur Fußball WM 2018 veranstaltet wurde. Bei dem höheren personellen Andrang und dem höheren Alkoholkonsum wurde damit gerechnet, dass die Lage umschlagen könnte. Der große Vorteil ist, dass nicht nur die medizinische Erstversorgung sichergestellt wurde, sondern auch fortlaufend mit den jeweiligen Schnittstellen auf Augenhöhe die Lage analysieren wurde. Diese unterstützenden Fähigkeiten wurden insbesondere von den Polizeikräften vor Ort sehr geschätzt.

Einer der Schwerpunkte des Angebots der MRU innerhalb ist die Erstellung von Sicherheitskonzepten und die beratende Intervention. In gemeinsamen Übungen mit Feuerwehr und Rettungskräften auf einem Trainingsgelände in Mosbach 2018 wurden die Synergien mit der MRU sehr deutlich. Zum weiteren Angebot zählen die Selbstverteidigungsseminare für Rettungskräfte, die sich speziell an die Helfer der etablierten Rettungsdienste wenden, denn das Thema Eigensicherung im Rettungsdienst wird (auch international) zunehmend wichtiger. Die Anzahl und die Heftigkeit der Übergriffe auf die uniformierten ehrenamtlichen Retter der Malteser, Johanniter, des DRK usw. nehmen weiter zu.

Bei den Trainingsangeboten in Mosbach wurden zudem Abläufe geübt, um in kritischen Situationen und unter Stress sich als Team aufeinander bedingungslos verlassen zu können. Das sind Trainings für Teams aus Polizisten, Soldaten, Medizinern und ausgebildeten Rettungskräften, die international, insbesondere im Rahmen von UN Mandaten bei Evakuierungen, der Konvoibegleitung oder in Krisengebieten tätig werden. Als Mitglied der Lazarus Union werden für die MRU noch in diesem Jahr derartige Einsätze weltweit stattfinden. Hierzu wird das Training der MRU Rettungskräfte um die Fähigkeit zu einer aktiven Selbstverteidigung innerhalb von bewaffneten Konflikten ergänzt und dazu, sich eigenständig sichernd fortzubewegen. Zukünftig werden für diese Hybrideinheit auch stich- und schusssichere Westen zur Grundausstattung gehören, um weltweit in ungesicherten Lagen tätig werden zu können.

Die Ausbildung wird in Deutschland durchgeführt, aber der Einsatz dieser speziell geschulten Rettungskräfte ist im Rahmen von UN Mandaten im Ausland geplant. Bei derartigen Trainings werden in Deutschland ausschließlich Anscheinwaffen verwendet. Das ist ausreichend, da es sich bei den Teilnehmern der MRU Auslandseinsätze bereits um in ihrer hauptamtlichen Tätigkeit in der TCCC ausgebildete UNITER Mitglieder handelt. Alle Trainingsmaßnahmen entsprechen geltendem deutschen Recht. Die Hybrideinheit MRU schließt eine Lücke im deutschen Rettungswesen, aber sie sorgt auch international für mehr Sicherheit bei Rettungseinsätzen innerhalb von UN Mandaten.

Im Jahre 2009 fand sich eine Gruppe von zehn aktiven Kommandosoldaten zusammen, um in ihrer Freizeit gemeinsam Trekking & Abenteuertouren zu unternehmen. Sie nannten sich „Bund der Wölfe“ und reisten in den folgenden Jahren u.a. nach Peru, Kambodscha, Vietnam, Schottland, Irland oder Venezuela. Gleichzeitig entstand der Gedanke, gemeinsam Absicherungen für die Familie während der Einsätze zu organisieren und Hilfen bei Formalien wie Versicherungen und Steuererklärungen.

2010 schloss man sich mit zwei weiteren Netzwerken unter dem Namen UNITER e.V. zusammen: so kamen ehemalige Kommandosoldaten, deren Interessen mehr in Richtung wirtschaftlicher Unterstützung und Jobs gingen und das Kader Netzwerk Shape mit Vertretern aus Industrie und Politik hinzu. UNITER umfasste zu diesem Zeitpunkt rund 250 internationale Mitglieder, ausschließlich aus den Spezialkräften der Polizei und des Militärs sowie der Nachrichtendienste. Gleiche Probleme, gleiche Interessen und gleiche Ziele stellten die gemeinsame Verbindung dar. Wesentliches Element waren neben dem Erfahrungsaustausch noch immer die gemeinsamen Entdeckertouren durch die ganze Welt. Das ist UNITER in der ersten Phase.

UNITER in der zweiten Phase

Schrittweise erfolgte insbesondere in den Jahren 2014/2015 die Öffnung zunächst für Leute aus dem Sicherheitssektor, aber allmählich für jeden mit der verbindenden Einstellung, für das Netzwerk aber auch darüber hinaus Gutes für die Gesellschaft tun zu wollen. Ausgeschlossen wurde erklärtermaßen niemand aufgrund von Abstammung, Religion oder politischen Ausrichtung, gleichzeitig sollten Diskriminierung und radikale Ansichten keinen Platz haben. Eine Phase des Umbruchs bei UNITER, bei der sich der Bund der Wölfe komplett auflöste und ebenfalls ein starker Austausch bei den Mitgliedern stattfand, denn das Netzwerk für jeden war nicht nach jedermanns Geschmack.

Bereits in 2016 wurde jedoch klar, das Netzwerk wächst trotzdem unerwartet schnell, aber damit steigt auch der Bedarf an Fachleuten in anderen Gebieten wie Webseitengestaltung, Grafik, Social Media oder Logistik. Es mussten auch andere organisatorische Strukturen geschaffen werden, gerade wenn das Prinzip UNITER auch in anderen Ländern funktionieren sollte. Man kam überein, dass sich die Kernwerte nicht verändern werden, aber es wichtig sei die Satzung zu verändern, um mit der Idee eines UNITER Netzwerks weiter voran zu kommen. Damit endete die zweite Phase.

UNITER bis heute

Am 28.05.2016 wurde eine bis heute gültige, angepasste Vereinsatzung verabschiedet und damit die Öffnung für jeden mit passender charakterlicher Eignung, allerdings zur Wahrung sensibler Daten in einem Vertrauensstufenmodell. Mittlerweile gibt es in 64 Ländern der Erde UNITER Mitglieder. Angestrebt wird eine weltweite Vernetzung Gleichgesinnter, die innerhalb ihrer Länder in eigenen Distrikten organisiert sind, aber im Austausch stehen. Durch diese Vernetzung sollen auch weltweit Hilfsprojekte (Charity, Stipendien oder Rettungseinsätze) gezielt ermöglicht und effektiv zum allgemeinen Nutzen umgesetzt werden.
Eine politisch motivierte Artikelserie in einem Printmedium stellte ab November 2018 das Netzwerk plötzlich vor die Herausforderung, das eigene Profil zu schärfen, die Außendarstellung stärker zu fördern, mehr Transparenz zu ermöglichen und bewusst mit öffentlichkeitswirksamen Projekten aufzutreten. Ein unfreiwilliger Lernprozess begann. So fand sich dadurch auch erstmals ein kleines UNITER Presseteam, das sich um die zahlreichen Pressekontakte kümmert und gemeinsam mit dem Social Media Team weiter den Ausbau der Außendarstellung vorantreibt. Durch die allgemeine Aufmerksamkeit stoßen aber auch viele neue Mitglieder zu UNITER, die wiederum Projekte in neuen Dimensionen ermöglichen. Der Gedanke eines UNITER Netzwerks hat sich damit bereits bewährt.

Pressefotos

Pressezitate

In geheimer Mission verschlissen, Marco Seliger

Der Mann machte weiter, vier Jahre lang. Einmal wäre er beinahe vor Gericht gelandet. Es ging nur um ein Bußgeld, aber wegen eines Auslandseinsatzes hatte er darauf nicht schnell genug reagiert. Die Sache schaukelte sich auf. Eigentlich leicht zu lösen – aber Spezialkräfte finden sich im normalen Leben oft nicht mehr zurecht. Ein Verein half ihm, gegründet von ehemaligen Kommandosoldaten. Der Mann bekam einen Anwalt, der regelte die Angelegenheit.

Der Verein heißt Uniter. Nach eigenen Angaben hat er knapp 350 Mitglieder, davon 53 aktive Angehörige des KSK. Uniter sei so etwas wie eine Navigationshilfe für Kommandosoldaten durch den Dschungel des Zivillebens, in dem sie von der Bundeswehr keine Hilfe erwarten könnten, sagt ein Vorstandsmitglied. In dem Verein helfen ehemalige KSK-Angehörige ihren aktiven Kameraden bei der Suche nach einem Job, im Umgang mit Behörden und in juristischen Fragen. Man kennt sich, man schätzt sich.

Aber es gibt Probleme, die kann auch Uniter nicht lösen.

FAZ, 27.04.2014

Verteidigungsausschuss beschäftigt sich mit rechten Netzwerken in der Bundeswehr, Peter Carstens

Ob es tatsächlich Hinweise auf ein „größeres konspiratives Netzwerk von radikalen Preppern innerhalb der Bundeswehr“ gibt, wie die Zeitschrift „Focus“ am 9. November schrieb, muss bezweifelt werden. (…)
Im Zentrum der Berichterstattung steht ein wohl inzwischen ehemaliger Angehöriger des Kommandos Spezialkräfte (KSK) der inzwischen Vorsitzender einer Vereinigung namens „Uniter“ ist, in der sich überwiegend frühere Angehörige von Spezialkräften des Militärs und der Polizei organisieren. Der Verein ist auch in anderen Ländern aktiv. In Deutschland gibt es nach eigenen Angaben etwa 1800 Mitglieder. Dass man irgendetwas mit radikalen Bestrebungen zu tun habe, bestreitet der Verein vehement, verhält sich aber zugleich extrem konspirativ und ungewöhnlich intransparent in seinen diversen Vereins-Aktivitäten. Die reichen von seelischer Betreuung für Veteranen über Erste-Hilfe Kurse bis hin zu paramilitärischen Veranstaltungen und Bestrebungen im Wach- und Objektschutz.
Ohne Bezug zum Uniter-Verein war in verschiedenen Berichten von geheimen Waffendepots und Listen die Rede, auf denen Politiker stehen sollen, die im Falle eines Falles festgesetzt oder gar getötet werden sollen.

FAZ, 28.11.18

Gefährlich oder nur geheimnisvoll? Michael Götschenberg und Holger Schmidt

Eine Medaille hat zwei Seiten. Nicht viel anders ist es bei dem umstrittenen Soldatennetzwerk Uniter. Der Verband rühmt sich, hilfsbereit, kameradschaftlich und sozial zu sein und ist gleichzeitig verschlossen, verschworen und geheimnisvoll. Aber ist er deswegen auch gefährlich? Nach mehreren rechtsextremistischen Vorfällen, die auch den Bundeswehr-Eliteverband “Kommando Spezialkräfte” (KSK) im baden-württembergischen Calw betrafen, geriet vor allem das als Verein organisierte Uniter-Netzwerk in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Ist hier in den vergangenen Jahren eine geheimnisvolle “Schattenarmee” entstanden, in der es Pläne für einen politischen Krisenfall in Deutschland gibt oder der sogar einen Umsturz plant?
Recherchen des ARD-Hauptstadtstudios und des SWR liefern dafür keine Anhaltspunkte. Ein Blick in den Verein zeigt eine für Zivilisten durchaus befremdliche Welt von Uniform- und Waffenfreunden, sowie Menschen mit ausgeprägtem Sicherheitsbedürfnis. Zu einem großen Teil haben sie früher in den Spezialkräften von Polizei und Bundeswehr gedient. Auch ein Geschäftsmodell ist Uniter. Denn viele Mitglieder arbeiten heute in der privaten Sicherheitsbranche. Man schiebt sich gegenseitig Aufträge zu, sagt ein Insider. Misstrauen erregt auch die militärisch anmutende Organisationsform von Uniter und die Tatsache, dass der Verein Leistungsabzeichen, Einsatz- und Verdienstorden an seine Mitglieder vergibt. Eine Staatsgefährdung ist bislang jedoch nicht zu erkennen.

ARD/SWR, 7.2.2019

„Was will der Verein eines deutschen Elitesoldaten in der Schweiz?“, Matthias Sander

Nach den Berichten von «Focus», «TAZ» und auch der «Welt» stellten die Oppositionsfraktionen im Bundestag, mit Ausnahme der AfD, viele Fragen. Die Bundesregierung antwortete, dass ihr keine Erkenntnisse zur Existenz eines konspirativen rechtsextremistischen Netzwerkes innerhalb der Bundeswehr vorlägen. Uniter werde nicht von den Verfassungsschutzbehörden beobachtet, aber seit 2017 vom Generalbundesanwalt. Bis jetzt gebe es keine Anhaltspunkte für Straftaten, für die der Generalbundesanwalt zuständig wäre. André S. sei im März 2018 aus dem Kommando Spezialkräfte versetzt worden und weiterhin Bundeswehrangehöriger.
In der Schweiz sagen mehrere aktive und ehemalige Mitglieder, dass sie bei Uniter nie politische Bestrebungen jedweder Art wahrgenommen hätten.

NZZ, 14.03.2019

„Uniter“ sagt Veteranentag in Düsseldorf ab, Marc Herriger

Gerade um Extremisten auszusortieren, habe man im Verein ein Vertrauenssystem in verschiedenen Stufen, das eigentlich dazu dienen soll, auch jenen Personen eine Mitgliedschaft zu ermöglichen, deren Daten sensibel sind, also zum Beispiel Personen aus den Spezialkräften.
Interessenten würden von den Distriktleitern in mehreren Gesprächen unter die Lupe genommen, danach müssten diese potenziellen Neumitglieder mehrere Treffen besuchen. Erst danach würde über eine Aufnahme entschieden. Extremistische Bestrebungen führen nach Angaben von „Uniter“ egal in welcher Vertrauensstufe auch später satzungsgemäß zum Ausschluss aus dem Verein.
„Uniter“ sei gegründet worden, um Veteranen in ihrem Leben nach dem Dienst in den Streitkräften oder Spezialeinheiten zu unterstützen. „Viele fallen erst einmal in ein tiefes Loch. Sie waren in ihrem bisherigen Job Spezialisten, glauben dann auch auf dem normalen Arbeitsmarkt begehrt zu sein. Doch das ist nicht immer so“, erklärt Z.
Seit 2016 dürfen auch Zivilisten Mitglied werden. Immer mehr Frauen seien Teil des Netzwerks, teilt „Uniter“ mit. Insgesamt habe der Verein rund 2000 Mitglieder, engagiere sich sozial. Zum Beispiel für Obdachlose oder Senioren.

Express, Düsseldorf, 18.04.2019

Von Schalke 04 bis Sixt – mit wem "Hannibals" Netzwerk alles zu tun hatte, Hans-Martin Tillack

„Und was bei dem Verein vielleicht am meisten erstaunt: Er ist kein Treffpunkt einiger verwirrter Geister. Zu den Mitgliedern zählten und zählen Stützen der Gesellschaft (…).“
Stern online, 10.08.19, 11.20 Uhr

Deutsche Wildnis, Von und mit Justus Bender

„Die Männer reden eher im Sinne einer rechten als einer linken politischen Haltung, aber nicht wie Extremisten, sondern wie am Stammtisch. Sie witzeln über Naturschützer, Feministinnen und Verschärfungen im Waffenrecht. Auf mich wirken sie wie konservative Eigenbrötler. (…)
An einer Bachbiegung, wo Sonnenstrahlen durch die Baumkronen scheinen und im Wasser glitzern, kommen wir endlich an unser Ziel. Wir sind 19 Kilometer gelaufen, mit Gepäck und Truhe. Über einem kleinen Ofen erwärmen wir Maultaschen. Es schmeckt köstlich nach der Anstrengung. „Wir haben überlebt, wir haben den Klimawandel überstanden“, verkündet der Ausbilder mit einem Grinsen. „Greta wird das ärgern“, sagt der Computerfachmann; er meint Greta Thunberg. Ich halte das für einen Witz. Ein Reporter kommt zu Uniter, und die Mitglieder machen eine politisch-korrekte Greta-Thunberg-Übung.“

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 29.09.19

Uniter-Mitgründer und Ex-KSK-Soldat 'Hannibal' scheidet aus Bundeswehr aus, höh/dpa

Gegen André S. – Spitzname ‘Hannibal’ – gibt es keine Ermittlungen wegen politisch motivierter Straftaten. In einem Prozess zu dem Themenkomplex in Köln war er als Zeuge gehört worden. Zuvor war S. Auskunftsperson des Militärischen Abschirmdienstes (MAD).
Der Verein Uniter, den S. mitgegründet hatte, wurde nach eigenen Angaben im Jahr 2010 aus zwei Netzwerken für Kommandoeinheiten der Bundeswehr und Polizei sowie einer Gruppe aus dem europäischen Nato-Kommando Shape gegründet. Die Vereinsführung weist Verbindungen in kriminell-extremistische Strukturen zurück, nachdem Medien über eine “Schattenarmee” berichtet hatten. Ermittler haben dafür keine Belege gefunden.

Spiegel Online, 25.09.19

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