In der Ruhe liegt die Kraft. Gerade in Zeiten wo alles hektisch zugeht, sich die
Dinge so rasant verändern und stetig neue Nachrichten und Meldungen für
Verwirrung und Unklarheiten sorgen, ist es doch hilfreich und heilsam, sich mal
entspannt zurück zu lehnen und sich im Kreis Vertrauter eine Auszeit zu gönnen.
Ende August haben wir genau das getan. Uns in entspannter
Atmosphäre zu einem rundum gelungenen und bestens organisierten
Sommerfest im schönen Westerwald zusammenzufinden.

Natürlich unter Einhaltung der geltenden Hygieneauflagen versammelten sich
rund sechzig Teilnehmer aus allen Distrikten Deutschlands sowie aus Österreich
und der Schweiz zunächst zu einem Sektempfang und ersten Gesprächen, die
aufgrund der anhaltenden Corona Beschränkungen bislang nur online oder
telefonisch möglich waren. Aber der persönliche und direkte Kontakt unter den
Mitgliedern macht das Netzwerken erst zu dem was es ist. Und da wir so lange
darauf warten mussten, ließ es sich keiner nehmen, sofort und vollumfänglich mit
dem Networking zu beginnen.

Nach einleitenden und herzlichen Worten unseres Vorstandes zur Begrüßung
Aller, verwöhnte uns der Hausherr und Küchenchef zunächst mit Odeuvre
verschiedener Art. Einige unserer Gäste hatten teils sehr lange Anfahrtswege und
noch nicht allzu viel gefrühstückt, da knurrte bereits der ein oder andere Magen.
Im Anschluss erfolgten die ersten von vielen Ehrungen an diesem Tag.
Insgesamt fünf Member stiegen aufgrund ihrer stetigen Leistungen in den
einzelnen Abteilungen oder als Führungskräfte verdient in den zweiten Grad des
Vertrauensstufenmodells auf. Das Präsidium dankte ihnen im Namen des
Netzwerkes für ihr stetiges Engagement und ihre Leistungen und verlieh ihnen
ihre offiziellen Insignien.

Das Vertrauensstufenmodell dient dem Netzwerk auch weiterhin einerseits,
Members für ihre ehrenamtlichen Leistungen zu Danken und den Nutzen ihrer
Arbeit für die Gemeinschaft zu honorieren, gleichzeitig andere zum Mitwirken zu
motivieren, aber natürlich auch um die Interessen und vor allem das Wissen des
Netzwerkes vor Missbrauch und Fehlinterpretation zu schützen.
Von einem kurzen Schauer gegen Abend abgesehen hatten wir mit dem Wetter
wirklich großes Glück. Nicht zu heiß, nicht kühl, eigentlich genau richtig für lange
Unterhaltungen im Außenbereich unserer Hotelanlage. Wichtig war es uns, den
Tag entspannt zu gestalten. Wir alle hatten uns so lange nicht gesehen und da
die meisten ohnehin über Nacht blieben, hatten wir ausreichend Zeit und
Gelegenheit, untereinander ins Gespräch zu kommen.

In einem ruhigen Moment nutzte unser SRT Leiter Rems-Murr die
Gelegenheit, auf sein aktuelles soziales Projekt aufmerksam zu machen.
Die Gewalt gegen Einsatzkräfte nahm in der jüngsten Vergangenheit massiv zu.
Fast schon täglich erleben wir Übergriffe und gezielte Hetze gegenüber Kräften
der Polizei, Feuerwehren, Rettungsdiensten, Pflegepersonal und Ärzten in den
Kliniken, aber auch gegen Kräfte der behördlichen und privaten
Sicherheitsbranche. Das sich hinter all diesen Fachkräften Menschen verbergen,
die selbst Familien haben, Eltern sind und lediglich treu und ehrenhaft Ihre Pflicht
erfüllen, geht leider zunehmend unter. Ein Zustand der fassungslos macht und
untragbar ist.

Uniter Network verbindet seit jeher Fachkräfte aus der behördlichen und privaten
Sicherheitsbranche und stellt sich klar und unmissverständlich vor all diejenigen,
die tagtäglich im Einsatz sind, um unsere Sicherheit und unsere demokratische
Freizeit zu schützen und zu verteidigen. Darum wurde der Patch der Solidarität
gestiftet. Der limitierte Patch wird sowohl an Member als auch an Freunde und
Förderer unserer Ideale verkauft. Mit dem Erlös unterstützen wir gezielt
Einsatzkräfte, die Opfer physischer und psychischer Gewalt geworden sind. Ein
ausführlicher Bericht und nähere Informationen zum Patch und wie Ihr ihn
bekommt, folgen in einem extra Beitrag.

Das Präsidium dankte dem SRT Leiter Rems-Murr herzlich für seine Idee und der gelungenen
Umsetzung. Es dauerte auch nicht lange, da gingen die ersten Patches weg wie
warme Semmeln. Ein großartiges Zeichen und jedem Einzelnen dafür an dieser
Stelle unser herzlicher Dank. Keine Sorge an diejenigen die nicht dabei sein
konnten, es gibt noch welche.
Noch vor dem heiß ersehnten Buffet erfolgten weitere Ehrungen und
Beförderungen. Mitunter durften sich zwei Mitglieder über das
Leistungsabzeichen in Bronze und ein Mitglied über das Leistungsabzeichen in
Gold freuen. Das goldene ist die höchste Stufe des Leistungsabzeichens und wird
für permanentes Engagement in besonderem Umfang verliehen. Noch nicht
vielen wurde diese Ehre zuteil.

Aufgrund der Kontaktbeschränkungen wurden fünf Member und langjährige
Führungskräfte bereits im Frühjahr verdient kommissarisch in den dritten Grad
erhoben. Kommissarisch deshalb, da für die Erhebung ein bestimmtes Protokoll
vorgesehen ist, welches zum Zeitpunkt nicht ermöglicht und erst am Sommerfest
in feierlichem Rahmen nachgeholt werden konnte.
Ebenso erhielten zwei unserer langjährigen Führungskräfte, die im Frühjahr
kommissarisch in den Rang 4 und damit zum Vollmitglied erhoben wurden, Ihre
Insignien. Allen beförderten Members unsere Gratulation und weiterhin bestes
Gelingen.

Und dann war es auch endlich soweit, unser Chefkoch eröffnete das reich
bestückte, exzellente Buffet und verwöhnte die Gäste mit hervorragenden,
heimischen Köstlichkeiten. Leckeren Spießbraten, Hähnchen, Fisch, dazu
verschiedene Beilagen von geschmortem Gemüse, Kartoffeln und einer Auswahl
an leckeren Salaten machten den Teil des Abends für jeden zum Genuss. An
dieser Stelle ein großer Dank an das gesamte Serviceteam für die exzellente
Bewirtung und Unterbringung.

Weiter führte das Präsidium die frisch gestärkten Gäste im Programm und erstmals in der
Geschichte Uniters wurde eine Auszeichnung speziell für Führungskräfte
präsentiert.
Für ihre hervorragenden Leistungen wurden an diesem Abend zehn Member mit
dem Führungskräfte Orden Stufe 1 ausgezeichnet.
Führungskraft bei Uniter bedeutet nicht nur Treue zum Netzwerk und dessen
Kodex. Es ist eine Berufung und ehrenvolle Aufgabe. Man übernimmt große
Verantwortung und verpflichtet sich, zwar als einer von vielen, dennoch das
Ruder in die Hand zu nehmen und das Schiff stets auf Kurs zu halten. Uniter
Führungskräfte müssen oftmals weitreichende Entscheidungen zum Wohle der
Gemeinschaft auch unter erschwerten Bedingungen und störenden Einflüssen
von innen und außen treffen. Sie stehen in der öffentlichen Wahrnehmung und
sind zum Teil heftigem Gegenwind ausgesetzt. Von ihnen wird verlangt, sich stets
tugendhaft zu verhalten. Sie sind Vertrauenspersonen im Inneren und
Aushängeschild nach außen.

Dafür drückt das Netzwerk seine Dankbarkeit nun auch in Form des
Führungskräfte Ordens aus. Dieser wird entsprechend der Dauer der Ausübung von Führungsstellen in drei
Stufen verliehen. Stufe 1 für mindestens ein Jahr tadelloser Führung, Stufe 2 für
mindestens drei und Stufe 3 für mindestens fünf Jahre.
Zum Abschluss des offiziellen Rahmens erhielt der Abteilungsleiter Event für seine
herausragenden Leistungen den Verdienstorden in Stufe Silber.

Und zum krönenden Abschluss wurde es erneut historisch. Erstmals in der
Geschichte Uniters wurde der Uniter Ehrenorden in der Stufe 1 an unseren
langjährigen und treuen Weggefährten verliehen.
Eine große Ehre, denn der Ehrenorden ist nur Mitgliedern, die sich über viele
Jahre und dauerhaft weit über das normale Maß hinaus für das Netzwerk
engagiert haben, vorbehalten.
Dieser, der seit mehreren Jahren schon Mitglied bei Uniter ist und als einer der
ersten SRT Leiter (Heilbronn) im süddeutschen Raum zum Aufbau des
Netzwerkes beigetragen hatte, war von Anfang 2019 bis Anfang 2020 als
Distriktleiter Süd tätig. Zudem gründete er die Uniter Tauchsportgruppe und baut
diese nach und nach erfolgreich aus. Seit der Amtsübergabe der Distriktleitung
an seinen Nachfolger und seiner Ernennung zum
Vollmitglied leitet er die Abteilung S1 auf Landesebene. Darüber hinaus engagiert
er sich in vielerlei Hinsicht, sei es im Datenschutz oder als Berater in Rechtsfragen
oder bei Fragen im Bereich der Sicherheit.
Wir gratulieren ihm herzlichst und danken ihm zugleich für seine Leistungen
rund um unser Netzwerk, das maßgeblich durch sein Wirken und Handeln
mitgestaltet wurde und zu einem solchen Erfolg geworden ist.

Damit endete zugleich der offizielle Rahmen des diesjährigen Sommerfestes.
Und dann hieß es, Krawatten und Insignien aus, es darf gefeiert werden, was sich
keiner hat zweimal sagen lassen. So ließen alle bis spät in die Nacht den
wunderschönen Tag mit vielen wertvollen Gesprächen und Ideen ausklingen, die
geehrten tranken ihre Runden auf ihre Orden und Beförderungen. Visitenkarten
und Coins wurden ausgetauscht. Ein rundum gelungenes Sommerfest ging zu
Ende.
Wir hoffen natürlich, dass wir uns alle in diesem Jahr noch öfter sehen werden.
Die Entwicklung rund um die Pandemie bleibt abzuwarten. Wir danken allen die
den Tag mit uns gemeinsam verbracht und gestaltet haben.

Es hat sich wieder gezeigt, dass es Uniter gut geht, wir sind wer wir sind. Und wir
sind da. Wir machen weiter. Und wir bleiben in eins verbunden.

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